Müll in der Schlei, Teil 2

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Aus einem Faulturm der Stadtwerke Schleswig ist nach Informationen des NDR mehr als eine halbe Tonne Plastikmüll in die Schlei abgelassen worden. Die Kunststoffrückstände stammen von Lebensmitteln, die mitsamt ihrer Plastikverpackung geschreddert und in die Faultürme gepumpt wurden (mehr dazu über den Link am Ende des Artikels).

Im ersten Anlauf, als Phillip vom Greenteam Sunrise Kids (Bild) und Ingrid von Greenpeace Lübeck nach Schleswig reisten, um dort die Verschmutzungen zu begutachten, war jeder Zugang zur Schlei durch ein Hochwasser versperrt, wodurch die Pläne, zumindest für diesen Tag, buchstäblich ins Wasser fielen (wir berichteten in einem früheren Artikel).

Vor einer Woche haben wir - dieses Mal Sophia, Johannes und Jonah (v.l.) und bei schönem Wetter – uns dann wieder aufgemacht, um uns die Verunreinigungen und Aufräumarbeiten aus nächster Nähe ansehen zu können. In der Fotostrecke oben sind die Verpackungsfetzen zu sehen - sie sind nur etwa Fingernagelgroß und zersetzen sich durch die Witterung in immer kleinere Stücke, wodurch es extrem schwierig ist, sie zu entfernen.

Bei den Aufräumarbeiten wird mithilfe von Harken das Schilf, in dem sich das Plastik verfängt, entfernt. Wo die Natur sensibler ist, wird das Plastik mühselig mit der Hand aufgesammelt.

Wir haben daraufhin alles Plastik aufgelesen, das wir auf einem Quadratmeter finden konnten - als Probe für spätere Experimente. Die Aufräumarbeiten dauern an, Reste dieses Unfalls wird man noch über Jahre an den Ufern der Schlei finden können. Wir bleiben dran.

Text: Johannes Brütt

Weiterführende Links

Bericht im NDR über die Verschmutzung
Bericht vom ersten Exkurs des Greenteams

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