Greenpeace gegen Pestizide

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Zum Einsatz von Pestiziden in der Produktion von Obst und Gemüse informierten wir heute, am 24.10. 2015, Lübecker  Verbraucher vor den Lidl- und Aldifilialen in der Kantstraße (am Kaufhof). Unser Protest war Teil eines Aktionstages in 38 deutschen Städten, der sich an die Supermarktketten Aldi, Edeka, Lidl, Kaufhof, Real und Rewe richtete. 81 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass die Landwirte den Pestizideinsatz reduzieren. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Greenpeace. 55 Prozent der Befragten befürworten die Einführung einer „Pestizidsteuer“, also einer Pestizid-Abgabe für Landwirte und Pestizidindustrie. Diese könnte die vom Einsatz der Spritzmittel verursachten Kosten finanzieren, wie die Reinigung von Trinkwasser, zusätzliche Lebensmittelkontrollen oder auch die Förderung ökologischer Alternativen (zu den Ergebnissen: http://gpurl.de/pestizidumfrage ).

88 Prozent der konventionellen Ware war nach einer Untersuchung von Greenpeace mit Pestiziden belastet. Zwar lagen keine Werte über den Höchstmengen, doch 51 Prozent der konventionellen Äpfel enthielten Pestizidcocktails von zwei oder mehr Wirkstoffen. Die Wirkungen von solchen Gemischen sind weitgehend unbekannt. Dagegen waren die getesteten Bio-Äpfel frei von Rückständen. Zu den deutschen Testergebnissen: http://gpurl.de/pestizide-supermarkt. Weitere Greenpeace-Tests von Wasser, Boden und Pflanzenmaterial in deutschen Apfelplantagen in der Anbausaison 2015 belegen den hohen Einsatz von Pestiziden.